Die Tür einer jahrhundertealten Kirche, die normalerweise verschlossen bleibt. Das Geräusch eines sich drehenden Wasserrades. Eine Burgruine, deren Mauern noch Spuren des Krieges tragen. Während des Tages der offenen Denkmäler am Samstag, dem 12., und Sonntag, dem 13. September 2026, haben Sie an zahlreichen Orten in Nord-Limburg die Gelegenheit, das Kulturerbe aus nächster Nähe zu betrachten.
Diese 7 Kulturerbestätten in Nord-Limburg können Sie am Tag des offenen Denkmals 2026 entdecken:
- Schloss Heijen: eine Wasserburg, die wieder aufgebaut wurde
- Landgut Mookerheide: vom Jugendstil bis zum historischen Gemüsegarten
- Altes Rathaus Gennep: Tauchen Sie ein in die Geschichte von 1641
- Burgruine Bleijenbeek: Begeben Sie sich buchstäblich auf eine Reise durch die Geschichte
- Kirchentour durch Venlo: drei Kirchen, drei ganz unterschiedliche Geschichten
- Sehen Sie sich das Rathaus von Venlo mitten in seiner Restaurierung an und kombinieren Sie dies mit anderen Sehenswürdigkeiten
- Bovenste Plasmolen: Sehen und hören Sie, wie die Wassermühle arbeitet
Was ist der Tag der offenen Denkmäler eigentlich?
Jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende können Tausende von Denkmälern in den gesamten Niederlanden kostenlos besichtigt werden. So auch in Nord-Limburg. Sie erhalten Zugang zu Orten, an denen Sie sonst oft vorbeigehen, und hören die Geschichten von Führern, Müllern, Freiwilligen und anderen Kennern. Dieses Jahr ist etwas ganz Besonderes. Der Tag der offenen Denkmäler feiert sein 40-jähriges Jubiläum und steht unter dem Motto „Widerstandsfähiges Kulturerbe in Zeiten der Unsicherheit“. Wir stellen Ihnen einige besondere Orte vor, die Sie am 12. und 13. September unbedingt besuchen sollten.
1. Schloss Heijen: eine Wasserburg, die wieder aufgebaut wurde
Huys Heijen, besser bekannt als Schloss Heijen, ist ein schönes Beispiel für ein Gebäude, das sich mehrfach an die Geschichte anpassen musste. Um das Jahr 1500 wurde ein befestigter Gutshof errichtet. Durch Erweiterungen entwickelte sich der Komplex zu einer Wasserburg. Die ursprünglichen Ringgräben sind größtenteils verschwunden, doch die Landschaft rund um das Schloss lässt noch immer etwas von dieser früheren Situation erahnen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss schwer beschädigt. Nach dem Krieg erwarb der Bildhauer Peter Roovers die Ruine und begann mit der Restaurierung. Später nutzte er das Schloss als Wohn- und Arbeitsort. Damit passt Huys Heijen hervorragend zum Thema des Jahres 2026: ein beschädigtes Denkmal, das nach dem Krieg ein neues Kapitel aufschlug.
Huys Heijen ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, wird jedoch für die Veranstaltung am 12. und 13. September 2026 ab 10:00 Uhr geöffnet sein. Haben Sie nach Ihrem Besuch noch Lust, die Umgebung zu erkunden? Dann können Sie von Heijen aus den „Hejs Rundje“ in Angriff nehmen. Diese etwa zehn Kilometer lange Wanderung führt unter anderem durch das Gebiet des alten Maasarms und an Huys Heijen vorbei. So erhalten Sie gleich ein besseres Gefühl für die Lage der ehemaligen Wasserburg in der Landschaft.
Adresse: Hoofdstraat 38, Heijen
2. Landgut Mookerheide: vom Jugendstil bis zum historischen Gemüsegarten
Am Sonntag, dem 13. September, von 10:00 bis 16:00 Uhr steht auf dem Landgut Mookerheide mehr offen als nur die Eingangstür des Jagdschlosses. Sie können das restaurierte Jagdschloss Mookerheide besichtigen, den Erzählungen eines Jagdschloss-Führers lauschen und zu den historischen Nutzgärten weitergehen. Zudem werden Aktivitäten im umliegenden Naturschutzgebiet organisiert.
Nehmen Sie sich im Inneren vor allem Zeit für die Details. Das Jagdschloss wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Jugendstil erbaut. Achten Sie im Inneren besonders auf die Buntglasfenster, die Holzschnitzereien und die Deckenmalereien. Viele dieser Details wurden bei der Restaurierung sorgfältig wiederhergestellt.
Im Außenbereich setzt sich die Geschichte nahtlos fort. Die alten Nutzgärten, Gewächshäuser und Obstmauern gehörten ursprünglich zum täglichen Betrieb des Landguts. Heutzutage werden dort wieder Gemüse, Obst und Blumen angebaut. Am Tag des offenen Denkmals gibt es unter anderem einen Gemüsestand, und Kinder können an einer OERRR-Bastelaktion teilnehmen. Wer mehr von der Landschaft sehen möchte, kann sich auch mit einem Förster auf den Weg machen. Für diese Exkursion ist jedoch im Voraus ein Online-Ticket erforderlich.
Adresse: Heumensebaan 2, Molenhoek
Sehen Sie sich das vollständige Programm an-
Jagdschloss Mookerheide
Jagdschloss Mookerheide
Inmitten der grünen Landschaft des Landguts Mookerheide erwartet Sie ein außergewöhnliches Jagdschloss im Jugendstil aus dem Jahr 1904. Genießen Sie Kaffee, Mittag- oder Abendessen inmitten historischer Details, Wanderwege und weitläufiger Ausblicke. Ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Gastfreundschaft zusammenkommen. Weitere Informationen über das Jagdschloss Mookerheide
3. Das alte Rathaus von Gennep: Tauchen Sie ein in die Geschichte von 1641
Schon allein wegen dieses Gebäudes lohnt sich ein Rundgang über den Marktplatz der Festungsstadt Gennep. Das alte Rathaus wurde nach dem großen Stadtbrand von 1597 wieder aufgebaut und erhielt zwischen 1612 und 1620 seinen charakteristischen niederrheinischen Renaissancestil. In den folgenden Jahrhunderten diente das Gebäude unter anderem als Schule, Feldlazarett, Notkirche, Postamt, Gefängnis und Feuerwache.
Im Erdgeschoss können Sie die kostenlose Ausstellung „1641: Erleben Sie die Belagerung“ besuchen. Sie entführt Sie in das Jahr, in dem das Genneper Huys während des Achtzigjährigen Krieges belagert wurde. Nicht nur Generäle und Soldaten finden in dieser Geschichte ihren Platz. Sie erfahren auch, was eine solche Belagerung für die einfachen Einwohner von Gennep bedeutete. Die Ausstellung ist am Samstag, dem 12. September, von 10:00 bis 16:30 Uhr und am Sonntag, dem 13. September, von 12:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.
Adresse: Markt 1, 6591 BZ Gennep
4. Burgruine Bleijenbeek: Begeben Sie sich buchstäblich auf eine Reise durch die Geschichte
Vom Pavillon Bleijenbeek aus wandern Sie etwa einen Kilometer bis zur Schlossinsel, auf der sich die Burgruine Bleijenbeek befindet. Am Samstag, dem 12. September, von 11:00 bis 16:00 Uhr können Sie dort im Rahmen des Tages der offenen Denkmäler kostenlos die Anlage besichtigen.
Sobald Sie die Ruine erreichen, wandern Sie an Orten vorbei, die normalerweise nicht frei zugänglich sind. Sie sehen die über sechshundert Jahre alten Keller und kommen an Orten vorbei, an denen früher Recht gesprochen und Gefangene festgehalten wurden. Informationstafeln zeigen, was sich früher hinter den erhaltenen Mauern und Kellern befand. Außerdem sind ehrenamtliche Helfer vor Ort, die die Geschichten hinter der Ruine kennen.
Die Burgruine Bleijenbeek veranschaulicht zudem sehr gut, was das diesjährige Thema „resilientes Kulturerbe“ bedeuten kann. Über Jahrhunderte hinweg wurde Bleijenbeek bewohnt, umgebaut und erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs änderte sich dies schlagartig: Die Burg wurde schwer bombardiert. Was übrig blieb, verfiel lange Zeit weiter. Inzwischen ist das Gelände so gesichert, dass man dort wieder umhergehen kann.
Adresse: Pavillon Bleijenbeek, Bleijenbeek 14, Afferden
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Burgruine Bleijenbeek
Burgruine Bleijenbeek
Tauchen Sie ein in die Geschichte der Burgruine Bleijenbeek. Erfahren Sie, wie diese Burg zu einer Ruine wurde. Weitere Informationen über die Burgruine Bleijenbeek
5. Kirchentour durch Venlo: drei Kirchen, drei ganz unterschiedliche Geschichten
In Venlo können Sie am Tag der offenen Denkmäler ganz einfach eine kleine Kirchentour unternehmen. Die St.-Martinus-Basilika, die Heilig-Hart-Kirche und die Joris-Kirche nehmen in diesem Jahr daran teil. Sie liegen nicht alle direkt nebeneinander und wurden auch nicht im selben Zeitraum erbaut. Genau deshalb macht es Spaß, sie an einem Tag miteinander zu vergleichen.
Beginnen Sie beispielsweise an der St .-Martinus-Basilika in der historischen Innenstadt. Die gotische Basilika blickt auf eine lange Geschichte zurück, trägt aber auch deutliche Spuren des 20. Jahrhunderts. Der Turm musste nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebaut werden.
Die Heilig-Hart-Kirche ist noch relativ jung. Die Kirche wurde zwischen 1921 und 1926 nach einem Entwurf des Architekten Jules Kayser erbaut. Achten Sie besonders auf die Form und die Fassaden. Diese sind etwas verspielter als bei vielen älteren Kirchen in der Stadt. Und es fehlt etwas Auffälliges: Der geplante Glockenturm wurde letztendlich nie errichtet.
Beenden Sie Ihren Rundgang an der Joriskerk, einer kleinen Kirche mitten im Zentrum von Venlo. Von außen mag sie bescheiden wirken, doch im Inneren begegnen Sie mehreren Jahrhunderten Geschichte. Gut zwei Jahrhunderte später wurde um sie herum eine protestantische Kirche errichtet. Am Samstag, dem 12. September, von 12:00 bis 17:00 Uhr können Sie hereinkommen und sich in aller Ruhe umsehen.
St.-Martinus-Basilika: Grote Kerkstraat 40, Venlo
Heilig-Hart-Kirche: Veldenseweg 2, Venlo
Joriskerk: Sint-Jorisstraat 16, Venlo
6. Besichtigen Sie das Rathaus von Venlo mitten in seiner Restaurierung und kombinieren Sie dies mit anderen Sehenswürdigkeiten
Wir bleiben noch ein wenig in Venlo, denn auch das Rathaus macht mit. Und gerade in diesem Jahr ist ein Besuch besonders interessant. Das Gebäude wird nämlich derzeit umfassend renoviert und restauriert. Am Samstag, dem 12. September, erhalten Sie einen Einblick hinter die Kulissen dieser Arbeiten. Im Erdgeschoss finden Sie Informationen und Bildmaterial zur Restaurierung, und bei Führungen erfahren Sie mehr über verschiedene Bereiche des Gebäudes. Bei einer Führung erfahren Sie, wie viel handwerkliches Können erforderlich ist, um Denkmäler zu erhalten. Genau das macht diesen Ort so passend zum Thema des Tages der offenen Denkmäler 2026: Kulturerbe bleibt nur erhalten, wenn es gut gepflegt wird.
Wer nach dem Besuch der Kirchen und des Rathauses noch mehr entdecken möchte, muss Venlo nicht verlassen. Die Stadt bietet am Tag des offenen Denkmals ein umfangreiches Programm mit mehreren besonderen Orten. So können Sie bei „De Luif“ an der Havenkade 6a einen der letzten Überreste der alten Stadtmauer besichtigen. Von dieser Verteidigungsmauer ist nur noch wenig übrig, doch gerade deshalb ist dieses Stückchen Venlo etwas ganz Besonderes. „De Luif“ ist mittlerweile als kleines Museum eingerichtet, und am Samstag, dem 12. September, finden von 11:00 bis 18:00 Uhr Führungen statt.
Auch unter der Erde gibt es etwas zu entdecken. Unter dem Hospiz Mariaweide in der Nieuwstraat 41 befinden sich mittelalterliche Gewölbekeller, die an das ehemalige Dominikanerkloster erinnern. Am Samstag, dem 12. September, von 11:00 bis 18:00 Uhr können Sie diese besichtigen. Zwischen 12:00 und 17:00 Uhr starten durchgehend etwa halbstündige Führungen mit Platz für zehn Personen pro Runde.
Adresse: Markt 2, Venlo
Sehen Sie sich alle Denkmäler in Venlo an7. Bovenste Plasmolen: Sehen und hören Sie, wie die Wassermühle arbeitet
Mitten im Grünen des Sint-Jansbergs steht die „Bovenste Plasmolen“. Die Wassermühle stammt aus dem Jahr 1725 und wurde über ein Jahrhundert lang zur Papierherstellung genutzt. Ab 1846 wurde dort Getreide gemahlen und geschält. Noch immer ist es beeindruckend zu sehen, wie viel Technik sich hinter diesem großen Rad verbirgt. Die Mühle ist insofern besonders, als das Wasser das Rad sowohl von oben als auch etwa auf halber Höhe antreiben kann.
Am Sonntag, dem 13. September, können Sie von 11:00 bis 16:00 Uhr vorbeischauen. Die Müller lassen die Mechanismen in Gang setzen und erklären, wie das Wasser über Teiche und Bäche schließlich das Rad und die Mahlsteine in Bewegung bringt.
Machen Sie Ihren Besuch doch zu einem kleinen Spaziergang. Sowohl die Kiekbergroute als auch die Beekroute durch den Sint-Jansberg führen an der Mühle vorbei. So sehen Sie sofort, woher die Mühle ihre Kraft bezieht: aus dem Wasser und dem Höhenunterschied des Sint-Jansbergs.
Adresse: Kiekbergsebaan 6, Plasmolen
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Der Obere Plasmolen
Der Obere Plasmolen
Die „Bovenste Plasmolen“ in Plasmolen ist eine historische Wassermühle im Naturschutzgebiet nahe der Mookerheide, wo Sie die Landschaft und die Geschichte hautnah erleben können. Weitere Informationen über die „Bovenste Plasmolen“
Häufig gestellte Fragen zum Tag der offenen Denkmäler in Nord-Limburg
Der Tag des offenen Denkmals findet 2026 am Samstag, dem 12., und Sonntag, dem 13. September, statt. Die Öffnungszeiten variieren je nach Denkmal. Informieren Sie sich daher vor Ihrer Abreise stets über das aktuelle Programm des Ortes, den Sie besuchen möchten.
Die teilnehmenden Denkmäler können am Tag der offenen Denkmäler grundsätzlich kostenlos besichtigt werden. Für einige Führungen, Exkursionen oder Aktivitäten ist jedoch eine vorherige Reservierung erforderlich. Dies gilt beispielsweise, wenn nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen verfügbar ist.
Das hängt vor allem davon ab, wohin Sie möchten. In Venlo können Sie mehrere Kirchen, das Rathaus, „De Luif“ und die Gewölbekeller miteinander verbinden. Rund um Mook und Middelaar liegen die Bovenste Plasmolen und das Landgut Mookerheide in schöner Nähe zueinander. In Gennep und Umgebung können Sie das alte Rathaus, Schloss Heijen und die Burgruine Bleijenbeek an einem einzigen Wochenende besichtigen.